Update – Mobilfunkmast Timmdorf

Nach der Dorfversammlung am 15.10.2020

 

Lieber Timmdorferinnen und Timmdorfer,

da auf Grund der begrenzten Plätze und der Tatsache das wir nach Plön in die Nikolai Kirche ausweichen mussten nicht alle Bürgerinnen und Bürger an der Sitzung teilnehmen konnten möchte ich Sie informieren, wie der Stand bezüglich des Funkturmes ist.

Sachstand:
Nach vielen Diskussionen um den Funkturm mussten wir die Sitzung aus zeitlichen Gründen unterbrechen.
Bitte glauben Sie mir, dass auch wir vom Dorfvorstand lieber keinen Funkturm hätten, wenn eine andere Technik zum gleichen Ziel führen würde. Wir versuchen als Vermittler zwischen den Bürgern und der Telekom aufzutreten und haben jetzt das Gefühl, wir werden als die hingestellt, die vertuschen und etwas heimlich verabreden. Das stimmt nicht! Alle Informationen, die wir haben und äußern dürfen geben wir weiter.

Der Telekom ist (durch die Ersteigerung von Lizenzen) von der Bundesregierung auferlegt worden, alle Funklöcher bis Ende 2025 zu schließen (Versorgungsverpflichtung). Diese Auferlegung einer Versorgungsverpflichtung soll einen zügigen Netzausbau sicherstellen. Dazu gehört auch, einen Funkturm im Raum Timmdorf zu errichten.

Zur Erklärung:
Der Ausbau der deutschen Mobilfunknetze wird aktuell maßgeblich durch die Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur aus den Jahren 2015 und 2019 sowie durch die Zusagen der Mobilfunknetzbetreiber auf dem Mobilfunkgipfel 2018, die mit Vertrag vom 5. September 2019 verbindlich vereinbart wurden, bestimmt. Neben den von der Bundesnetzagentur auferlegten Versorgungsauflagen haben sich die drei etablierten Mobilfunknetzbetreiber am 5. September 2019 im Nachgang zum Mobilfunkgipfel 2018 vertraglich dazu verpflichtet, bis Ende 2020  99 Prozent der Haushalte bundesweit und bis Ende 2021  99 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland mit Mobilfunk zu versorgen. Im Rahmen der hiermit verbundenen Ausbauoffensive werden die Betreiber gemeinsam mindestens 100 neue 4G-Standorte an bislang unversorgten Verkehrshotspots sowie mindestens 1.000 neue 4G-Standorte in weißen Flecken aufbauen bzw. aufrüsten. Zudem wollen sie jenseits der weißen Flecken mindestens 10.000 4G-Standorte neu aufbauen bzw. aufrüsten. (Auszug aus „Mobilfunkstrategie der Bundesregierung“

Hierzu muss die Gemeinde/die Bürgermeisterin ihr Einvernehmen erteilen. Also können wir nur den Standort und die Bauweisen beeinflussen und Wünsche äußern.

Es gibt einige Bürger, die Zweifel und Sorgen wegen der Strahlung und des Standortes im Dorf haben. Andere Bürger wünschen sich eine bessere Funkabdeckung in Timmdorf. Wir werden es also nicht allen recht machen können – aber auch das ist Demokratie.

Zum Standort verhält es sich so, dass es einen Standort auf einem Privatgrundstück nördlich von Timmdorf gibt, den die Telekom geprüft hat, aber noch kein Vertrag mit dem Eigentümer abgeschlossen worden ist. Ich bin dem Eigentümer sehr dankbar, dass er sein Grundstück angeboten hat auch auf die Gefahr hin, dass einige Bürger ihn bedrängen könnten diesen Vertrag nicht zu unterschreiben. Von dem Grundstücksbesitzer/in bin ich gebeten worden nicht seinen Namen zu nennen. Sollte dieser Standort nicht genommen werden besteht die Gefahr, dass dann das Grundstück der Gemeinde am (Spielplatz / Feuerwehrgerätehaus) gewählt würde. Dann würde der Turm mitten im Dorf stehen, was sicherlich niemand möchte.

Andere Standorte Richtung Malente oder Richtung Plön wurden von der Telekom abgelehnt. Diese Plätze müssen in das Funknetz passen, mit Baufahrzeugen erreichbar sein und mit Strom und Glasfaser versorgt werden.

Die Frage einer Abstimmung, ob wir einen Turm haben wollen oder nicht, stellt sich aus o.g. Gründen nicht. Da bereits viele am Donnerstag die Kirche verlassen hatten, konnten wir keine repräsentative Umfrage machen. Wenn einige Bürgerin/Bürger auf der Versammlung dies erwartet hatten tut es mir leid.

Um uns ein aussagekräftiges Meinungsbild zu verschaffen werden wir jeder/jedem Timmdorfer Bürgerin/Bürger mit Hilfe eines Schreibens die Möglichkeit geben, Fragen und Wünsche zu äußern.

Anhängende Dateien und Links informieren Sie und werden ihnen Antworten auf Ihre Fragen geben:
https://www.informationszentrum-mobilfunk.de/
https://emf3.bundesnetzagentur.de/karte/Default.aspx
https://www.youtube.com/c/TelekomNetz/videos
https://www.bfs.de/DE/themen/emf/kompetenzzentrum

20 thoughts on “Update – Mobilfunkmast Timmdorf”

  1. Erstmals kommen hier bei dem Brief von Herrn Lengowski sachlich richtige Argumente ins Spiel statt Angst Parolen,
    dass man „gegrillt“ werden könnte. In Grebin ist das gleiche Thema bereits seit 2 Jahren ein Dauerbrenner zwischen
    Gemeinevertretern und Bürgern. Letzten Endes ist es dort jetzt so weit, dass es „nun noch“ um den Standort des
    Turmes geht und vor allen Dingen darum, wer die Jahrespacht bekommt. Alles andere scheint vom Tisch, laut Bericht
    des OH vom 17.12.2020. Schließlich kommt dort wie hier der Turm doch.

  2. Gern möchte ich nochmal Stellung nehmen.
    @ Herrn Skop: Mittelalterlich ist das Errichten von Masten, um ein Funknetz zu realisieren. State of the Art geht anders.
    Im folgenden schrieb ich eine Mail an unsere Bürgermeisterin mit folgenden Worten:

    Sehr geehrte Frau Rönck,

    gern möchte ich Bezug auf die geplanten Veränderungen auf das Dorfbild Timmdorfs nehmen, konkret auf das Vorhaben, einen unglaublich hohen und sinnfreien Mobilfunkmast zu errichten.

    Auch Wochen nach dem Erhalt des Schreibens unseres Dorfvorstandes lässt mich fassungslos den Kopf schütteln, wie hier mit den Einwohnern umgegangen wird.
    Ich darf mich beruflich seit vielen Jahren als Development Manager mit mobilen Netzen in hochsicherheits-Umgebungen beschäftigen. Da ich bei thyssenkrupp Marine Systems arbeite und beruflich in sehr großen Netzwerken arbeite, habe ich auch übergreifend zu großen Industrieunternehmen wie Daimler, Volkswagen oder Airbus direkten Kontakt durch Projekte.

    Kein großes Unternehmen würde mit einem externen Funknetz, außer im Mobilfunk, bei der Datenverwaltung arbeiten. Das wäre ein riesiges Sicherheitsrisiko und n sicheres Netz nicht pauschal zertifizierbar, denn jede Art von sensiblen Daten gilt es zu schützen. Jedes Unternehmen baut sein eigenes Sicherheitsnetz auf, kann eigene zugelassene Kryptographie erstellen. Fakt ist, die Wirtschaft im Allgemeinen hätte durch ein schnelleres Funknetz, Vorteile beim Abrufen von Emails von mobilen Endgeräten, dann ist aber auch schon Schluss.
    Wichtig ist ein gutes kabelgebundenes Netz in das Unternehmen. Das Netz kommt im Anschluss an die Firewall im Unternehmen an und nicht andersherum. Intern wird es dann über einen Access Point verteilt.

    Timmdorf hat keine Industrie. Genau dies hat uns auch bewogen vor 10 Jahren hierher zu ziehen. Raus aus der Stadt, fern von Hektik und ständiger Erreichbarkeit, erholungssuchend. Und nun soll sich dieses Ändern, mit einem Mahnmal der jetzt schon wieder veralteten Technologie: einem Funkturm.

    In den kommenden Jahren wird sich die Technologie via Satellit durchsetzen, da nur diese eine flächendeckende Ausleuchtung gewährleisten kann, an jeden noch so entlegenen Ort der Welt. Diese Technik wurde von der deutschen Regierung fahrlässiger Weise vollkommen vernachlässigt. Aktuell wird diese Technik wieder stark durch Personen wie Elon Musk vorangetrieben, auch in Deutschland durch ihn im kommenden Jahr: Ab dann haben wir hunderte Bausünden in der wundervollen Natur stehen.

    Elon Musk ist ein gutes Stichwort. Seit vielen Jahren darf ich durch Industriepartner, autonome Fahrzeuge testen. Auch vollautonom. Keines dieser Autos benötigt vom Grundsatz 5G. Es wäre auch völlig wahnsinnig, sich auf ein löchriges und störanfälliges Funknetz bei der Automobilität zu verlassen. Störungen im Netz würden zu einem Komplettausfall führen, wenn mit 5G hier gearbeitet würde, ein Risiko, das keiner versichern würde. Autonome Fahrzeuge arbeiten mit internen Rechenzentren und Sensoren, Kamerasystemen und mit KI. Ich durfte bereits mit hoher Geschwindigkeit, natürlich im legalen Raum, autonom fahren. Ohne 5G und sogar komplett ohne Funknetz. 5G würde maximal mehr Komfort schaffen, hat aber mit dem eigentlichen Fahren so gar nichts zu tun.
    Seit Corona arbeite ich zu sehr viel im Homeoffice, erreiche trotzdem von meinem Schreibtisch kabelgebunden die ganze Welt. Natürlich arbeite kabelgebunden in Konferenzen mit dem Headset, denn wer will schon bis zu 9 Stunden ein Strahlungsgerät am Ohr oder in der Nähe haben. Ein Funknetz habe ich bis dato nicht vermisst.
    Der von Ihnen vor Jahren angekündigte Glasfaseranschluss liegt per Leerrohr im Keller und weiß nicht wann er irgendwann mal angeschlossen wird. Unfassbar. Hätte man diesen aktiv, so wären wir wirklich weit vorn, denn genau von hier aus verteile ich meine nötige Verbindung zur Welt. Hier passiert gefühlt nichts, während man auf, für den privaten Haushalt sinnlose, 5G Technik setzt. Da fehlen mir persönlich dann wirklich die Worte.
    Zu Hause nutze ich so gut wie nie mein Wlan, da ich innerhalb des Hauses mit einer Powerline. Wenn ich nicht wirklich ein Funknetz benötige, so schalte ich dieses aus.
    Ich nutze natürlich auch Mobilfunk. Da ich beruflich Vodafon nutze, privat bis November das Netz der Telekom nutzte und nun auf 1&1 (Vodafon/O2) umgestiegen bin, kann ich sagen, das ich mit allen Netzen zu Hause, im Haus Empfang haben. Telekom hat die moderne Technik schlichtweg verschlafen, denn aufgrund der bereits existierenden Masten, wäre LTE, 4G überall möglich. Uns jetzt hierfür zu missbrauchen, ist definitiv der falsche Ansatz und werde ich auch so nicht akzeptieren. Das Bild von naiven Dorfbewohnern trifft hier nicht zu.

    Vergangene Woche waren wir auf dem Bungsberg. Eigentlich wunderschön. Eigentlich. Steht man am höchsten Punkt, am gipfelstein, so sieht man zur einen Seite diesen unfassbar hässlichen Turm der Telekom von 1977, zur anderen Seite 600m entfernt Richtung Malente der Sender-Stahlkoloss und jetzt noch Richtung Ostsee schauend, einen neuen Turm landschaftsverschandelnden Turm: 5G. Wirklich unerklärlich, wie man so etwas genehmigen kann. Für jeden Touristen kann man sich nur fremdschämen. Wenn ich mir jetzt vorstelle, überall in unseren Regionen diese Monster, der bald Retro-Technik zu wissen, so kann man schlichtweg nur mit den Tränen kämpfen. Gleiches gilt, wenn ich auf dem Golfplatz in Waldshagen spiele und überall am Horizont inmitten schönster Natur, diese Bausünden sehen muss. Wirklich unbegreiflich, weshalb man so rücksichtslos mit der Umwelt umgeht.

    Ich kann Sie nur eindringlich bitten, nehmen Sie den Dialog auf, Demokratie ist dafür gedacht gemeinsam zu einem Konsens zu kommen.
    5G benötigt kein privater Haushalt. Zudem: Die Technik nicht noch nicht einmal tiefgehend erforscht, man weiß nicht, wie es sich auf den Körper auswirkt. Ich möchte zudem nicht zum Versuchskaninchen werden.
    Bitte nehmen Sie Abstand von einer zügigen Umsetzung.

    Mit freundlichen Grüßen

  3. Offener Brief an die Bürgermeisterin der Gemeinde Malente:

    Sehr geehrte Frau Rönck,
    wie bereits auf der Timmdorfer Dorfversammlung geschehen, fordere ich Sie erneut auf, ein Mobilfunk-Vorsorgekonzept zu erstellen und Ihrer Fürsorgepflicht uns gegenüber verantwortlich nachzukommen.
    Es ist richtig, dass sich die Frequenzerwerber verpflichtet haben, bis 2025 flächendeckend nahezu alle Haushalte mit einem guten Mobilfunk zu versorgen. Dieses Abkommen impliziert aber keineswegs eine flächendeckende Versorgung mit einem 5G-Netz.
    Diesbezüglich haben die Kommunen – und somit auch unsere Gemeinde Malente – sehr wohl die Möglichkeit, das Recht und m.E. auch die Pflicht, steuernd einzugreifen.
    Die bereits vorhandenen Masten (s. Karte Bundesnetzagentur) in unserer Region müssten lediglich entsprechend aufgerüstet werden (LTE/4G), sodass wirklich jeder Haushalt einen guten Mobilfunkempfang hätte.
    Um eine flächendeckende Mobilfunkversorgung in der Gemarkung Timmdorf zu erzielen, bedarf es keineswegs eines weiteren Mobilfunkturmes! Es fehlt somit jede sachliche Begründung und Notwendigkeit für das Aufstellen eines weiteren Mastes in unserer Region!
    Befürchtungen, wir könnten als Region wirtschaftlich abgehängt werden, sollten wir nicht flächendeckend mit 5G aufrüsten, treffen keineswegs zu. Die Installation von 5G bedeutet keinen besseren Mobilfunk, sondern es ermöglicht das Herunterladen von großen Datenmengen in kurzer Zeit.
    Hier stellt sich doch ganz klar die Frage, warum nicht der Glasfaserausbau in der Gemeinde Malente endlich abgeschlossen wird, mit dem eben genau ein solch erhöhter Datenverkehr ermöglicht würde?
    Sehr viele Haushalte haben sich für den Glasfaseranschluss entschieden (für den Sie, Frau Rönck, ja erheblich geworben haben!), Verträge abgeschlossen und vorfinanziert. Beenden Sie doch bitte erst diese Baustelle, bevor Sie mit einer weiteren Technologie aufwarten und diese als Fortschritt bezeichnen!
    Funkwellen von 5 G kommen zu jenen der vorherigen Technologien 4 G, 3 G und 2 G hinzu. Dieses würde zu einem starken Anstieg des Expositionsniveaus der Bevölkerung mit Funkwellen führen.
    Fortschritt könnte in diesem Fall für unsere Gemeinde heißen, mit einer strahlungsarmen Region zu werben und so die Holsteinische Schweiz zu einer Attraktion für Naherholung und Tourismus zu machen.
    Einsatz und Engagement- in diese wirklich fortschrittliche Richtung zu denken – würden sich sicher lohnen!
    Mit freundlichen Grüßen
    Svenja Jensen
    Timmdorf

  4. Liebe Mitglieder des Dorfvorstands,

    wir alle haben das Anschreiben von Jobst Richter und die Umfrage der Gemeinde erhalten. Wir beantragen hiermit, die Umfrage zu stoppen und für nichtig zu erklären.

    Begründung:
    Die Umfrage erfüllt nicht die Verpflichtungen der Datenschutzgrundverordnung. Nach dieser ist jeder, der bei dieser Abfrage seinen Namen unvermeidbar bekannt gibt, über den Zweck, die Form, den Umfang der Erhebung und die Verarbeitung seiner Daten zu informieren. Diese sind in adäquater Weise vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen; außerdem muss der Fragebogenrücksender der Datenerhebung und Speicherung zu-stimmen. Dies alles ist nicht gegeben.

    Die Art und Weise der Umfrage unter Angabe des vollen Namens schreckt viele von der Teilnahme ab, was als mangelndes Interesse ausgelegt werden könnte.

    Ferner wurde auf der Dorfversammlung in der Nikolaikirche vereinbart, die Diskussion/ Information lediglich zu unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Die Dorfbewohner sind bisher nur über einen Telekommitarbeiter informiert worden. Ein unabhängiger Referent ist bisher u.a. wegen der Coronabeschränkungen noch nicht eingeladen/gehört worden. Eine Umfrage vor einer weiteren Diskussion und Information zu starten, ist so nicht vereinbart worden und zeugt nicht von Respekt und Verantwortungsbewusstsein des Dorfvorstandes.

    Zudem sind die anzukreuzenden Aussagen inhaltlich nicht korrekt bzw. implizieren einen falschen Sachverhalt. Mit der ersten Aussage wird den Bürgern suggeriert, dass ein weiterer Mobilfunkturmmast zu einem besseren Handyempfang führen würde. Es wird nicht erwähnt, dass es keines neuen Mastes bedarf, um wirklich alle Haushalte mit Mobilfunk zu versorgen. Durch die irreführende Fragestellung wird evtl. mancher ankreuzen, dass er besseren Handyempfang möchte. Dieser Wunsch wird dann womöglich in der Auswertung mit der Zustimmung eines weiteren Mobilfunkturmmastes gleichgesetzt.

    Tatsächlich wird durch das Aufstellen eines weiteren Mobilfunkmastes (auf dem später dann auch 5G installiert werden kann) nicht unbedingt ein besserer Empfang erzielt. Es werden nur diejenigen profitieren, deren Anbieter eine Antenne auf dem Funkmast installieren dürfen.
    Würden die Anbieter Vodafone und Telekom mit auf den Bösdorfer Turm mit 4 G aufgeschaltet, gäbe es schon jetzt einen besseren und ausreichenden Empfang, ohne dass die Timmdorfer mit einem 5 G Mobilfunkmast belastet werden müssten. 4 G hat die Reichweite von 14 Kilometern. Bei 5 G geht es um reines Datenvolumen!
    Es sorgt keinesfalls für verbesserten Mobilfunkempfang. Telefonieren würden wir weiterhin mit 3 oder 4 G.

    Dieser Umstand dürfte vielen evtl. nicht bekannt sein. Die Verpflichtung der Gemeinde dazu beizutragen, Funklöcher zu schließen, impliziert keineswegs die Verpflichtung zur Installation der 5 G-Technologie.

    Zudem wird in dem Anschreiben auf die geringe Möglichkeit der Einflussnahme seitens der Gemeinde/Bürgermeisterin in dieser Angelegenheit verwiesen.
    Neben obigen Aspekten stellt sich bei weiterer Recherche doch die Frage, wie es denn andere Regionen/ Gemeinden / Länder, (z.B. Murnau, Bad Wiessee, St. Gallen, Brüssel, Florenz, Teile Roms, CH-Kantone Genf/ Jura/Waadt sowie Slowenien) erreichen konnten, diese Technologie zu vermeiden?
    Kommunen haben sehr wohl die Möglichkeit, das Recht und sogar die Pflicht, steuernd auf die Aufstellung von Sendemasten einzugreifen! Die gewählten Bürgervertreter in unserer Gemeinde Malente verletzen mit ihrem Verhalten ihrer Fürsorgepflicht in höchstem Maß!

    Das in Aussicht gestellte Szenario, dass, sollte niemand ein Grundstück außerhalb des Dorfes zur Verfügung stellen, der Turm mitten im Dorf – auf dem Spielplatz – gebaut würde, kommt einer Androhung gleich und ist moralisch verwerflich! Woher soll das viel beschworene Vertrauen in den Dorfvorstand und die Gemeindevertretung bei solchen Aussagen kommen?

    Nachdem eine Abstimmung auf der Dorfversammlung verhindert wurde, wäre es außerdem eine vertrauensbildende Maßnahme, die Abstimmungsunterlagen in einer verschlossenen Urne – ohne vorherige Zugriffsmöglichkeiten – zu sammeln und dann im Dorf, in Gegenwart von Mitgliedern des Dorfvorstands und anderen Dorfbewohnern, ge-meinsam auszuzählen. Dies wird sich auch unter Coronabedingungen organisieren lassen.

    Unter Berücksichtigung obiger Aspekte ist eine Abstimmung zur rechten Zeit und mit angemessener Fragestellung zu begrüßen.

    Gerne möchten wir mit dem Dorfvorstand in konstruktiver Weise ins Gespräch kommen. Über eine Rückmeldung freuen wir uns.

    Mit freundlichen Grüßen

    Petra Hübner
    Svenja Jensen
    Denia Hegerfeld-Hellwig

    1. Der Mast ist völlig ungefährlich so viel Allgemeinwissen sollte man eigentlich haben. Gefährlich aber und unschön finde ich die zum Teil beleidigende und Streit erzeugende Diskussion darüber. Man sollte damit aufhören. Das wird ja immer
      schlimmer. Damit wird der Mast nicht verhindert. Also hört auf damit und geht wieder an den Kochtopf.

      1. Kochen Sie auch? Oder wer tut das für Sie, Herr Skop?
        Unverschämte Äußerung, tut hier auch gar nicht zur Sache.
        Da kann ich nur hoffen, dass wir nicht Nachbarn werden, wenn wir im Januar 2021 nach Timmdorf ziehen.

        Freundliche Grüße
        Monika Schnack-Maschmann

        1. Hallo. Wenn Sie nach Timmdorf ziehen sollten Sie wissen, dass wir hier alles nicht so furchtbar ernst nehmen. Trotz der Meinungsverschiedenheiten grüßen wir uns freundlich und reden auch miteinander wenn wir uns sehen. Denn Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Herzliche Grüßwe und willkommen bei uns. Jürgen Skop.

          1. Hallo Herr Skop, das freut mich sehr! Da kommt ein Lächeln …. Stress und Streit gibt es schon genug auf der Welt. Danke für das Willkommen!

            Grüße aus Buchholz in der Nordheide
            Monika Schnack-Maschmann

        2. Hallo. Wenn Sie nach Timmdorf ziehen sollten Sie wissen, dass wir hier alles nicht so furchtbar ernst nehmen. Trotz der Meinungsverschiedenheiten grüßen wir uns freundlich und reden auch miteinander wenn wir uns sehen. Denn Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Herzliche Grüße und willkommen bei uns. Jürgen Skop.

  5. Sehr geehrter Herr Skop, vielleicht lesen Sie sich ihren Post noch einmal durch:
    -Menschen mit mittelalterlichen Gedanken,
    -überflüssige Diskussionen,
    -überflüssiger Dialog,
    -kein Fachwissen ,
    -irgendwo Gehörtes nachreden
    Ihr Post ist mehr als abfällig und impliziert, dass Sie bzw die Befürworter genau das Gegenteil wären.
    Es stellt uns, die gegen den Funkturmbau sind, als uninformierte Nachplapperer dar, die mit ihren Fragen und Sorgen einfach nur nerven. Herzlichen Dank dafür.

    Ich denke, so wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es zurück.

    8. Mobilfunkbericht der Bundesregierung:“ Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet rasant voran. Dies wird zu einer starken Zunahme der drahtlosen Kommunikation insgesamt, mit vermehrtem Einsatz elektromagnetischer Felder und damit auch zu einer insgesamt höheren Belastung der Bevölkerung führen.

    Die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, Frau Inge Paulini:“ Die Personengruppen , die wir besonders im Fokus haben, die besonders schützenswert sind- sind Kinder, Säuglinge, Kranke, alte Menschen. Der Ausbau der 5-G Netze sollte auf jeden Fall so erfolgen, dass sensible Orte, Orte, wo diese Menschen sich aufhalten- Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, – dass die erst einmal ausgenommen werden.“

    Meiner Meinung nach wären das logischerweise auch Wohngebiete, denn dort wohnen diese Personengruppen .

    bfs.de: … bfs empfiehlt umsichtigen Ausbau. Es werden durch 5 G höhere Frequenzen dazukommen, deren Wirkung noch nicht so gut erforscht sind.
    Das Bundesamt für Strahlenschutz geht nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand nicht von negativen Auswirkungen aus, sieht aber auch noch offene Fragen……. da für diesen Bereich jedoch nur wenige Forschungsergebnisse vorliegen, sieht das BfS hier noch Forschungsbedarf. Die Absorption der hochfrequenten elektromagnetischen Felder findet im Milli- oder Zentimerwellenbereich sehr nahe an der Körperoberfläche statt. Mögliche Auswirkungen betreffen also Haut und Augen, direkte Wirkungen sind nicht zu erwarten.

    Dies nur einige Aussagen der Bundesregierung, der Befürworter. Alles mit aber, eventuell, vorsichtig, nicht zu erwarten…..
    Es gibt also keine Aussagen , die mich davon überzeugen , dass 5 G gefahrlos wäre. Kann es auch nicht, weil dieser“ Feldversuch“ erst ab jetzt wissenschaftlich begleitet wird.

    Aber insgesamt geht es auch darum, wie hier absichtlich nicht informiert wird und über unsere Köpfe hinweg entschieden.

    Und zu guter Letzt sehe ich persönlich auch nicht den Mehrwert dieser Technologie.

    1. Sie haben das hier in den 5 erwähnten Punkten gut zusammengefasst. So ist es nach wie vor und zwischenzeitlich noch schlimmer. Viel Aufregung um nichts. Der Mast ist nicht gefährlich. Alle Aufregung ist unnötig denn verhindern kann ihn sowieso keiner und weshalb auch. Weitere Diskussionen hierüber bringen, außer Streit, nichts. Also lassen wir das.

  6. Betr. Mobilfunkmast – Meinungsbild
    Lieber Herr Richter, vor der Abgabe des Meinungsbildes bitte ich Sie, mir nachstehende Fragen zu beantworten.
    1. Wieso wird in Ihrem Begleitschreiben ausschließlich der Ausbau neuer 4G-Standorte erwähnt, aber mit keinem Wort auf die Problematik des von der Telekom beabsichtigten 5G-Ausbaus eingegangen?
    2. Gibt es ein offizielles Untersuchungsergebnis, dass hier eine Unterversorgung/Funkloch bezüglich 4G vorliegt?
    3. Wieso besteht die Gefahr, dass ein Funkturm neben dem Feuerwehrhaus errichtet werden könnte, da es sich hierbei um den sogenannten Innenbereich handelt und somit baurechtlich gar nicht zulässig ist.
    Danke für eine kurze und schnelle Beantwortung. Freundliche Grüße Renate Winter

  7. NDR – Sendung „Mein Nachmittag“
    Thema des Tages: Elektro-Smog

    Man sieht ihn nicht, man hört ihn nicht, man riecht ihn nicht: aber Elektro-Smog ist trotzdem regelmäßig Stoff für Auseinandersetzungen. Welche Gefahren gehen von Handymast, WLAN-Router oder Hochspannungsleitung aus? Wo verläuft die Grenze zwischen wissenschaftlich belegbaren Folgen und Panikmache? Und gibt es Tipps oder Geräte, die mich zuhause und im Alltag vor Elektro-Smog schützen? Wir klären im Studio die wichtigsten Fragen.
    Bitte ansehen ab Zeit 16:45 Uhr
    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/mein_nachmittag/Mein-Nachmittag,sendung1091090.html

  8. „….da auf Grund der begrenzten Plätze und der Tatsache das wir nach Plön in die Nikolai Kirche ausweichen mussten nicht alle Bürgerinnen und Bürger an der Sitzung teilnehmen konnten…“
    >>>> in Plön stand niemand mehr vor der Tür. Und es ist unklar wer noch hätte teilnehmen wollen.

    „…Nach vielen Diskussionen um den Funkturm mussten wir die Sitzung aus zeitlichen Gründen unterbrechen…“
    >> >>Nein, wir hätten nicht unterbrechen müssen. Herr Richter verwendete ja auch direkt das Wort „abbrechen“. Sogar der Pastor hätte uns noch Zeit eingeräumt, wie er sagte. Leider hat uns z. B. der langatmige Werbe-Vortrag von Frau Rönck über ihre schon aus der Presse bestens bekannten Leistungen viel Zeit gekostet.

    „….Bitte glauben Sie mir, dass auch wir vom Dorfvorstand lieber keinen Funkturm hätten, wenn eine andere Technik zum gleichen Ziel führen würde. Wir versuchen als Vermittler zwischen den Bürgern und der Telekom aufzutreten und haben jetzt das Gefühl, wir werden als die hingestellt, die vertuschen und etwas heimlich verabreden. Das stimmt nicht! Alle Informationen, die wir haben und äußern dürfen geben wir weiter….“
    >>>> Sind es wirklich „wir vom Dorfvorstand“? Wussten alle Mitglieder über die Thematik und den Stand Bescheid? Und ja, es entstand der Eindruck mutmaßlich unsauberer Machenschaften und geheimer Klüngeleien. Es geht hierbei ja nicht um ein Dorffest oder um Blumensaatausbringung, sondern viele Menschen beunruhigt die Thematik Mobilfunk und das nicht ohne Grund. Offene Kommunikation ist das A und O – nur so verbreiten sich keine Fehlinformationen. Und das wäre recht einfach gewesen.

    „…Im Rahmen der hiermit verbundenen Ausbauoffensive werden die Betreiber gemeinsam mindestens 100 neue 4G-Standorte an bislang unversorgten Verkehrshotspots sowie mindestens 1.000 neue 4G-Standorte in weißen Flecken aufbauen bzw. aufrüsten. Zudem wollen sie jenseits der weißen Flecken mindestens 10.000 4G-Standorte neu aufbauen bzw. aufrüsten. (Auszug aus „Mobilfunkstrategie der Bundesregierung“…“
    >>>> Hm. Wir sind doch gar kein weißer Fleck, sondern haben recht guten Mobilempfang, auch mit 4G. Wir sind weder unversorgt noch meines Wissens ein Verkehrshotspot. Aber vielleicht habe ich das ja noch nicht mitbekommen…
    Warum also brauchen wir einen Turm, der unsere Gesundheit und unsere Natur gefährdet? Leuchtet mir irgendwie nicht so richtig ein…

    „…Hierzu muss die Gemeinde/die Bürgermeisterin ihr Einvernehmen erteilen. Also können wir nur den Standort und die Bauweisen beeinflussen und Wünsche äußern…“
    >>>> Das widerspricht sich doch! Denn im Umkehrschluss kann die Gemeinde also auch ihr Einvernehmen verweigern. Frau Rönck aber will den Turm wie es aussieht und erteilt deswegen ihre Zustimmung – und dann haben wir Dorfbewohner nur noch das Nachsehen. Und die entsprechenden Grundstücksbesitzer (die sowieso nicht hier leben) freuen sich auf neue Einnahmen.

    „…Es gibt einige Bürger, die Zweifel und Sorgen wegen der Strahlung und des Standortes im Dorf haben. Andere Bürger wünschen sich eine bessere Funkabdeckung in Timmdorf. Wir werden es also nicht allen recht machen können – aber auch das ist Demokratie…“
    >> >>Ja, ganz genau. Das ist Demokratie. Und die MEHRHEIT entscheidet. Wenn es mehr Menschen gibt, die dafür sind, beuge ich mich gerne dieser Mehrheit, auch wenn ich mich darüber ärgere…also wann kommt die Abstimmung/der Fragebogen für jeden Haushalt unter Berücksichtigung aller Stimmberechtigten ?

    „…Anhängende Dateien und Links informieren Sie und werden ihnen Antworten auf Ihre Fragen geben…“
    >> Alle aufgeführten Dateien sind von der Industrie (also Telekom) selbst oder von Lobby-Instituten oder von bezahlten Kommunikationsagenturen. Das ist ein guter Witz!! Wer sich wirklich informieren möchte, recherchiert besser selbst…

    Beste Grüße,
    Denia Hegerfeld-Hellwig

  9. Kurze Fragen – Bitte auch nur kurze Antwort.

    Um flächendeckend Mobilfunk anzubieten wird unbedingt ein 50 Meter Turm benötigt?

    Wo kommt denn der vorhande Mobilfunk her?

  10. Fast unglaublich, dass nach so vielen Jahren der Existenz von Funkmasten und Aufklärung durch die Medien immer noch Leute mit mittelalterlichen Gedanken Angst vor Strahlen haben. Eine Diskussion hierüber ist absolut überflüssig. Die Funkmasten erzeugen KEINE auch nur irgendwie gefährlichen Strahlen. Statt darüber überflüssige Debatten zu führen,
    sollten die „Gegner“ sich einfach nur einmal fachlich informieren und nicht irgendwo gehörtes nachreden. Wir können uns freuen, dass in Timmdorf ein Mast erstellt wird. Dadurch wird die oft schlechte Handyversorgung besser.

    1. Fast unglaublich, dass Sie besser informiert sind als selbst unser Bundesamt für Strahlenschutz. Denn dieses ist sich da keinesfalls so sicher wie Sie und empfiehlt einen umsichtigen Ausbau von 5 G, weil nicht klar ist, wie sich die höhere Dichte der Sendemasten und die neuen Frequenzbereiche auf den Menschen auswirken.
      Aber es gibt ja immer Menschen, die schlauer sind als der Rest.
      Ich persönlich würde mich übrigens mit ihnen freuen, wenn der hübsche Mast in Ihren Garten kommt. Dann würde er nicht vor meiner Nase gebaut und Ihnen wäre Gutes getan, weil Sie sich auf den Mast freuen.
      Oder würden Sie das auch nicht ganz so gut finden? Würden Sie dann auch gerne mitreden wollen, welche Standorte es gibt und wer entscheidet, wohin diese kommen?
      Die Problematik ist also sehr vielschichtiger. Es geht um Vorgehensweisen, Transparenz, Mitspracherecht, Notwendigkeiten usw.
      Es wäre gut gewesen, wenn Sie , bevor Sie dies online setzten, sich erst einmal schlau gemacht hätten, worum es in dieser Diskussion eigentlich geht.
      Und vielleicht hätten Sie dann diese Debatte und die Menschen, die sich für Demokratie einsetzen, nicht als im Grunde dumm hingestellt.
      Wenig informativ und konstruktiv Ihr Beitrag.

      1. Wie kann man auf eine persönliche Meinung nur so unfreundlich und aggressiv reagieren. Dadurch wird die Antwort auch nicht sachlich richtiger. Lassen wir das lieber. Nörgler und Besserwisser gibt es überall.

      2. Zur Information. Das zitierte Bundesamt für Strahlenschutz schreibt, nachlesbar für diesen hier geplanten Sendemast folgendes wörtlich:
        „Gesundheitsrelevante Auswirkungen wurden vielfach untersucht, sind aber bis heute nicht nachgewiesen.“

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